Feedback geben – aber richtig!

Feedback ist einer dieser Begriffe, die uns in der modernen Arbeitswelt, aber auch im privaten Umfeld, immer wieder begegnen. Gemeint ist damit die Rückmeldung über Geschehenes, das Äußern von Anerkennung und Kritik. Das klingt einfach und doch kann man dabei vieles falsch machen. Schließlich will man ehrlich sein, den anderen aber nicht verärgern. Loben, ohne dass der andere abhebt. Missstände ansprechen, damit es beim nächsten mal besser läuft. Hier findest du einige Hinweise und Tipps, die du beim Geben von Feedback berücksichtigen solltest.

Feedback gibt man ständig

Zu Beginn erstmal die Überlegung: In welchen Situationen gebe oder bekomme ich eigentlich Feedback? Als erstes fallen einem da möglicherweise Gespräche mit dem Chef über Zielvereinbarungen ein, Projektabschlüsse oder Kommentare nach einer Präsentation. Aber das ist nicht alles, eigentlich geben wir ständig Feedback, bewusst und unbewusst. Auf die Idee eines Freundes kann ich kurz und knapp antworten: ja, passt schon. Oder ich gehe näher darauf ein, sage genauer was ich von der Idee halte, was ich gut und was nicht so gut finde.

Generell gilt: Feedback sollte ehrlich sein. Niemand hat etwas davon, wenn ich alles nur schön rede und die schlechten Dinge unter den Teppich kehre. Jemand der immer nur gesagt bekommt, dass alles gut und toll ist was er macht, der stagniert in seiner Entwicklung. Nur wer weiß wo seine Stärken und Schwächen sind, der wird sich auch verbessern können. Wichtig ist aber auch: Feedback soll nicht vernichtend sein. Es ist nicht alles schwarz oder weiß und jemandem als Feedback nur negative Dinge aufzulisten wirkt demotivierend. Auch hier wird sich der Angesprochene nicht verbessern können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Feedback immer eine persönliche Meinung darstellt. Als Geber von Feedback sollte man das auch immer so darstellen und nicht die Verantwortung von sich schieben. „Ich finde, dass…“ statt „Es ist ja offensichtlich, dass…“. Man sollte den Feedback-Nehmer direkt andressieren und möglichst konkret und zeitnah, zum Beispiel gleich nach einer Diskussion, Feedback geben. Dann, wenn der Eindruck noch frisch ist und sich alle daran erinnern.

Gerade im Personalbereich von Unternehmen gibt es auch neue Trends beim Thema Feedback. Ein Beispiel ist crowd-sourced Feedback: Anstelle der Personalbeurteilung durch den Vorgesetzten bewerten die Mitarbeiter aus dem direkten Arbeitsumfeld einen Arbeitnehmer. Sie sind viel näher am Geschehen und bekommen das Verhalten und die Arbeitsergebnisse des Kollegen täglich mit. Vorgesetzte hingegen müssen sich beim Feedback oft auf Kennzahlen verlassen um einen Mitarbeiter beurteilen zu können. Die Entwicklungen in diesem Bereich sind sehr interessant.

Wie wichtig ist es für euch, dass ihr regelmäßig Rückmeldungen bekommt? Teilt eure Geschichten in den Kommentaren – auch über Feedback freuen wir uns.

Richtig Feedback geben – auf einen Blick:

  • Sei ehrlich!
  • Finde auch positives!
  • Mache konstruktive Verbesserungsvorschläge!
  • Sei persönlich und konkret!

 

 

Bildquelle: CC0 Public Domain pixabay.com

Christian

Christian

Christian recherchiert und schreibt als Autor für enliwo.de

christian has 28 posts and counting.See all posts by christian

Schreibe einen Kommentar