Small Talk leicht und locker – so funktioniert es!

Wer kennst es nicht: Man steigt in den Aufzug, der Kollege ist bereits an Bord. Höfliches Nicken, betretenes Schweigen. Jetzt bloß nicht auffallen, schnell aussteigen. Oder man wartet bei einem Meeting zu zweit auf den dritten Gesprächsteilnehmer, bei dem es „leider fünf Minuten später wird – sorry, bin hier nicht früher rausgekommen.“ Mit der Besprechung schon anfangen geht nicht, dazusitzen und auf das Handy starren ist unhöflich: Es ist an der Zeit für Small Talk.

Per Definition im Duden ist „Small Talk“ eine eher beiläufige Konversation, eine Unterhaltung mit oberflächlichen Themen ohne Tiefgang. Manche Menschen haben überhaupt kein Problem damit schnell in ein lockeres Gespräch einzusteigen, andere tun sich hier sehr schwer. Das führt manchmal zu unangenehmen Situationen. Damit solche Situationen zu keiner Peinlichkeit für dich werden, haben wir einige nützliche Tipps zusammengestellt.

Grundfrage: Welches Thema?

Gelungener Small Talk steht und fällt mit der Wahl des Themas zum Einstieg. Das ist davon abhängig, wie gut man sein Gegenüber bereits kennt. Komplett neue Gesichter kann man natürlich schlechter einschätzen, als Menschen, die man zumindest schon mal getroffen hat.

Zwei Beispiele: Ich soll einen möglichen neuen Kunden am Empfang abholen und in den Besprechungsraum meiner Firma bringen. Nach dem Austausch der üblichen Begrüßungsfloskeln machen wir uns auf den Weg, der Raum liegt am anderen Ende es Bürogebäudes und man ist schon fünf Minuten unterwegs. Natürlich kann ich nicht schon auf dem Gang mit den Verhandlungen beginnen. Ein mögliches Gesprächsthema wäre hier die Anreise des Gastes: Hat alles gut geklappt? „Das ist ja super, im Winter weiß man ja nie, was einen bei einer Zugfahrt erwartet. Sie sind ja sicher viel unterwegs und kennen das, oder?“

Auch gut: War er schon mal in der Stadt? Wenn ja, dann bietet sich die Frage nach den Lieblingsplätzen oder Erfahrungen an. Wenn nein, dann kann man ja den ein oder anderen Tipp geben: „Wenn Sie heute Abend noch Zeit haben, dann sollten Sie sich unbedingt Dies und Das ansehen.“ So sollte sich der Weg zu den Kollegen inhaltlich gut abdecken lassen.

Kenne ich meinen Gesprächspartner schon, dann habe ich vielleicht schon andere Anknüpfungspunkte. Vielleicht weiß ich ja, dass sich der andere für Sport interessiert – ein wunderbar belangloses Thema. Fünf Minuten sind schnell mit einer kurzen Diskussion über den Bundesliga-Spieltag oder den Ausgang des Formel1-Rennes überbrückt: „Wenn ich mich richtig erinnere, dann sind Sie doch auch so ein großer Motorsport-Fan wie ich. Das war ja mal wieder spektakulär gestern, oder?“

Eigentlich immer geht auch der Klassiker Wetter als Thema. Auch wenn das banal klingt, es können sich sehr gute Anschlussthemen daraus ergeben: Vom ersten Schnee komme ich schnell auf das Thema Ski-Fahren, im Sommer kann ich vielleicht mit dem Thema Reisen weitermachen.

Fettnäpfchen und zu ernste Themen vermeiden

Wie oben bereits erwähnt sollten Small-Talk-Themen eine positive Stimmung erzeugen. Dazu ist es wichtig, dass man nicht in sprichwörtliche Fettnäpfchen tritt und ernste Themen vermeidet. Dazu zählen normalerweise Politik, Religion oder Finanzen, aber auch das „Lästern“ über andere Personen geht gar nicht. Ein für mich positives Thema, zum Beispiel der Ausgang einer Wahl, kann beim Gesprächspartner überhaupt nicht gut ankommen und er wird abblocken. Ein lockeres Gespräch über Filme oder Bücher hingegen wird nie diese negativen Emotionen wecken. Selbst wenn ich vielleicht einen Film gut und mein Gegenüber schlecht findet.

Ein Lächeln als Türöffner

Grundsätzlich sollten die Gesprächsthemen beim Small Talk eher positiv sein. Das lockert die Atmosphäre und schafft ein angenehmes Umfeld. Nicht zu unterschätzen ist die Wirkung eines Lächelns: Wenn ich auf den anderen mit einem freundlichen und einladenden Lächeln zugehe, kann das toller Türöffner für ein Gespräch sein. Mein Gegenüber fühlt sich gleich wohler und der Small Talk fällt leichter.

Fragen offen formulieren

Wer ein Gespräch mit einer Frage öffnen möchte, sollte darauf achten, die Fragen möglichst offen zu formulieren: Fragen die mein Gegenüber nur mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann, werden ein Gespräch nicht am Laufen halten. Mit einer offenen Frage kannst du dein Gegenüber in die Konversation einbinden und ihm auch die Möglichkeit geben diese zu steuern.

Ganz wichtig: Authentizität

Wie auch bei einer Präsentation (hier geht’s übrigens zu unseren Tipps für gelungene Präsentationen) gilt auch beim Small Talk: Authentisch bleiben! Denn ein Gesprächspartner merkt schnell wenn sich jemand verstellt oder sein Interesse vorspielt. Authentisch ist, wer sich mit sich, dem Thema und dem Gegenüber wohlfühlt. Nur so bleibt der Small Talk das, was er sein soll: Relativ belanglos und entspannt.

Und wer sich beim Small Talk im Aufzug immer noch nicht wohl fühlt, kann einfach mal die Treppe nehmen!

Tipp zum Schluss: Wer seine Small-Talk Fähigkeiten testen will, kann das mit unserem enliwo-Test machen.

 

 

 

Christian

Christian

Christian recherchiert und schreibt als Autor für enliwo.de

christian has 28 posts and counting.See all posts by christian

Schreibe einen Kommentar