Warum jeder meditieren sollte und wie man es lernen kann

Über 80 mal pro Tag schauen wir im Durchschnitt auf unser Smartphone. Unser Gehirn wird täglich mit zigtausenden Reizen und Botschaften überflutet. Mehr als 60 Prozent der Deutschen fühlen sich privat oder beruflich gestresst. Wäre es da nicht mal schön komplett runterzufahren und abzuschalten? Eine gute Möglichkeit das zu tun ist die Meditation. Was es dir bringt und wie du lernen kannst zu meditieren, das erfährst du hier.

Was ist Meditation?

Auch wenn es beim meditieren verschiedene Arten und Techniken gibt, so haben alle doch Gemeinsamkeiten: Wenn du meditierst, dann konzentrierst du dich ganz auf dich selbst. Du stärkst deine Konzentration und kommst zur Ruhe.

Warum solltest du meditieren?

Wenn auf einem PC gleichzeitig ein Film herunterlgeladen, Musik gestreamt und Mails geschrieben werden, dann ist er überlastet. Er reagiert nicht mehr so schnell und alles läuft langsamer ab. Das menschliche Gehirn funktioniert ähnlich. Auch unser Kopf kann überlastet sein. Die Konsequenz sind Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen oder Denkblockaden. Auch der restliche Körper reagiert auf Stress, zum Beispiel mit Bluthochdruck oder Magenschmerzen. Meditation hilft Stress zu reduzieren und diese Symptome zu lindern oder ihnen vorzubeugen.

Wie kannst du meditieren?

Viele Menschen denken beim Thema Meditation an Menschen die im Schneidersitz komische Laute von sich geben. Das ist eine Art zu meditieren, aber es geht auch anders. Grundsätzlich geht es beim Meditieren ja darum sich zu konzentrieren und ruhig zu werden. Deshalb ist die einfachste Form der Meditation still zu sitzen und für einige Minuten nichts zu tun. Das fällt vielen Menschen heutzutage schon schwer.

Damit es dir gelingt solltest du zuallererst solltest du dafür sorgen, dass du nicht abgelenkt wirst. Schalte dein Handy aus und schließe die Tür, wenn du in einem Raum bist. Und dann kann es schon losgehen: Setze dich bequem und aufrecht hin, schließe die Augen und schalte ab. Versuche an nichts zu denken. Dabei kann es dir helfen, wenn du dich auf deinen Atem konzentrierst. Zähle deine Atemzüge, spüre wie dein Atem mit der Zeit gleichmäßiger wird.

Am Anfang wird es dir vielleicht schwerfallen, dich länger als ein paar Minuten zu konzentrieren. Aber das ist Übungssache. Es hilft, wenn du die Meditation fest in deinen Alltag einbaust. Zum Beispiel vor dem Frühstück, in der Mittagspause oder abends nach der Arbeit. Fange mit zwei bis drei Minuten Konzentration an und steigere dich nach und nach. Wenn du regelmäßig übst wirst du schon nach kurzer Zeit problemlos zehn, bald auch 20 Minuten meditieren können.

Ist das schon alles?

Im Prinzip schon. Zur Ruhe kommen, sich auf seinen Atem konzentrieren: Das ist Meditation. Aber auch andere Übungen lassen sich einbauen. Wer im Freien meditiert, der kann mit geschlossenen Augen hervorragend seine anderen Sinne schärfen. Die Natur intensiv zu riechen und zu hören kann sehr wohltuend sein. Eine andere Übung ist das gezielte Anspannen und Entspannen von Muskeln. Hier versuchst du von unten nach oben mal alle Muskeln deines Körpers immer abwechselnd anzuspannen und dann wieder loszulassen, um dir so deines Körpers bewusster zu werden.

Meditation ist eine tolle Möglichkeit den Alltag mal hinter sich zu lassen und neue Kraft zu schöpfen. Anders als Sport lässt sich eine meditative Einheit zum Beispiel auch hervorragend in der Mittagspause im Büro umsetzen. Du brauchst dazu nichts als eine ruhige Umgebung und deinen Atem. Probiere es doch mal aus und du wirst sehen wie unglaublich gut ein paar ruhige Minuten dir tun um deine Akkus aufzuladen – und danach mit neuer Kraft voll durchzustarten.

 

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